Kaum jemand wacht eines Morgens auf und beschließt, sich selbst nicht zu genügen. Dieses Gefühl fällt nicht vom Himmel. Es wächst leise über Jahre hinweg, oft so früh, dass es später wie ein Teil der eigenen Persönlichkeit wirkt. Dabei ist nicht genug sein kein innerer Defekt. Es ist meist eine Antwort auf Bedingungen.
In vielen Familien gibt es unausgesprochene Regeln. Manche Kinder lernen früh, dass sie Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie brav sind. Andere, wenn sie stark sind. Wieder andere, wenn sie keine Probleme machen oder Verantwortung übernehmen. Was alle verbindet: Zuwendung ist nicht einfach da. Sie ist gekoppelt an etwas. Leistung. Anpassung. Rücksicht. Funktionieren. Das Kind lernt nicht bewusst, sondern körperlich und emotional: So wie ich bin, reicht es nicht ganz. Ich muss etwas tun oder lassen, damit ich dazugehöre.
Kinder sind ihren Bezugspersonen gegenüber loyal. Auch dann, wenn diese überfordert, krank, abwesend oder selbst belastet sind. Sie stellen nicht das System infrage, sondern sich selbst. Wenn Nähe fehlt, lautet die innere Schlussfolgerung selten: Meine Eltern konnten es nicht anders. Sie lautet eher: Mit mir stimmt etwas nicht. Diese Logik ist schmerzhaft, aber sie erhält die Bindung. Und Bindung ist für Kinder überlebenswichtig.
Manches Gefühl von Nicht genug stammt nicht einmal aus der eigenen Erfahrung. Es wird weitergegeben. Ängste, Verluste, nicht gelebte Leben, unterdrückte Wünsche. All das wirkt in Familien weiter, auch ohne Worte. Wenn frühere Generationen wenig Sicherheit kannten, lernen die nächsten oft, sich besonders anzupassen. Wenn Trauer keinen Platz hatte, lernen Kinder, stark zu sein. Wenn Fehler sanktioniert wurden, entsteht Perfektion. Das ist keine Schuldfrage. Es ist ein Zusammenhang.
Viele Menschen haben in ihren Familien bestimmte Rollen übernommen. Die Vernünftige. Der Starke. Die Vermittlerin. Der Unauffällige. Diese Rollen waren sinnvoll. Sie haben Stabilität geschaffen oder Konflikte abgefedert. Später jedoch werden sie eng. Was früher geschützt hat, begrenzt plötzlich. Und das Gefühl, nicht genug zu sein, meldet sich genau dann, wenn die alte Rolle nicht mehr trägt.
Systemisch betrachtet genügt es selten, etwas zu verstehen. Das Gefühl sitzt tiefer. Im Körper. In der Art, wie Nähe erlebt wird. In automatischen Reaktionen. Deshalb ist es oft entlastend, nicht nach Schuld oder Ursachen zu suchen, sondern nach Zusammenhängen. Zu erkennen: Das, was ich heute erlebe, hatte einmal einen Sinn. Und ich darf prüfen, ob es heute noch passt.
Wenn Menschen beginnen, ihr Nicht genug Gefühl im Kontext zu sehen, verändert sich etwas. Nicht abrupt. Aber spürbar. Der innere Druck lässt nach. Die Selbstkritik wird leiser. Es entsteht mehr Mitgefühl für sich selbst. Nicht als Ausrede. Sondern als Verständnis.
Du bist nicht zufällig so geworden. Und du bist auch nicht falsch. Vieles an dir war eine kluge Anpassung an das, was möglich war. Heute darfst du überprüfen, was du davon noch brauchst. Nicht alles muss bleiben. Und nichts davon macht dich mangelhaft.
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