Viele Menschen wissen rational sehr genau, dass sie Grenzen setzen dürfen. Und trotzdem entsteht in dem Moment, in dem sie sich abgrenzen, ein unangenehmes inneres Ziehen. Schuldgefühle. Unruhe. Das Gefühl, etwas Falsches zu tun, obwohl objektiv nichts dagegen spricht. Der innere Konflikt entsteht nicht im Außen, sondern im Inneren.
Systemisch betrachtet ist Loslösung kein rein individueller Akt. Sie berührt bestehende Bindungen. Wer früh gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen oder Rücksicht zu nehmen, trägt diese Haltung oft weiter. Die innere Loyalität wirkt fort. Sie ist kein Gedanke, sondern ein Gefühl. Und Gefühle folgen nicht automatisch der Logik des Erwachsenenlebens.
Schuldgefühle entstehen hier nicht, weil man tatsächlich etwas falsch macht, sondern weil Bindung aktiviert wird. Für das innere Erleben bedeutet Abgrenzung manchmal Gefahr. Gefahr für Nähe, Zugehörigkeit, Beziehung. Auch wenn real nichts verloren geht, reagiert das innere System so, als stünde etwas auf dem Spiel. Diese Schuld ist kein moralisches Urteil. Sie ist ein Signal.
Für viele fühlt sich Eigenständigkeit zunächst nicht frei, sondern unsicher an. Wer lange für andere mitgedacht oder vermittelt hat, erlebt Rückzug aus dieser Rolle nicht als Entlastung, sondern als innere Spannung. Die Frage ist dann nicht:
Darf ich das?
Sondern eher:
Was passiert, wenn ich das nicht mehr tue?
Diese Frage ist tief verankert.
Systemisch gesehen bedeutet Loslösung nicht, Beziehungen abzuwerten. Sie bedeutet, den eigenen Platz neu zu definieren. Weg von der Rolle, die man gebraucht wurde, hin zu der Person, die man ist. Das kann sich anfühlen wie Verrat, obwohl es in Wahrheit eine Weiterentwicklung ist. Für das innere Bindungssystem braucht diese Bewegung Zeit.
Es geht nicht darum, Schuldgefühle loszuwerden, sondern ihnen einen anderen Platz zu geben. Sie dürfen da sein, ohne das Handeln zu bestimmen. Abgrenzung wird dadurch nicht sofort leicht, aber tragfähiger. Loslösung heißt nicht, allein zu sein. Sie bedeutet, Beziehung nicht mehr über Selbstverleugnung zu sichern.
Wenn sich Abgrenzung schwer anfühlt, bedeutet das nicht, dass du egoistisch bist. Es bedeutet, dass dir Beziehung wichtig ist. Und genau deshalb darfst du lernen, beides zu halten. Verbundenheit und Eigenständigkeit. Nähe und Selbstkontakt. Das eine schließt das andere nicht aus.
Praxis
am
Marienplatz
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