Viele Menschen tragen das Gefühl in sich, anders zu sein. Nicht im positiven Sinn von besonders oder einzigartig, sondern eher so, dass es anstrengend wirkt. Zu sensibel, zu laut, zu kompliziert, zu viel. Oder genau umgekehrt: zu leise, zu langsam, zu wenig. Sich besonders anders zu fühlen bedeutet oft nicht, herauszustechen, sondern sich fehl am Platz zu erleben. Nicht richtig zu sein, nicht dazuzugehören oder immer ein wenig quer zu liegen.
Wer sich so erlebt, versucht häufig, sich anzupassen und unauffälliger zu werden. Oder im Gegenteil besonders gut zu funktionieren, um das Gefühl des Andersseins auszugleichen. Beides kostet Kraft. Manche ziehen sich zurück, andere strengen sich doppelt an. Viele fragen sich irgendwann, warum sie sich in Gruppen, Beziehungen oder im Alltag so oft fremd fühlen, obwohl objektiv alles in Ordnung scheint.
Anders zu sein bedeutet nicht automatisch, falsch zu sein. Es heißt auch nicht, außergewöhnlich sein zu müssen oder etwas Besonderes leisten zu sollen. Oft bedeutet es schlicht, dass das eigene Erleben, Fühlen oder Denken nicht ganz mit dem Umfeld übereinstimmt. Das ist nichts Ungewöhnliches und vor allem nichts Krankes. Manchmal passt nicht der Mensch nicht ins Leben, sondern das Leben nicht zum Menschen.
Viele, die sich als zu viel oder zu schwierig wahrnehmen, haben früh gelernt, sich selbst kritisch zu betrachten. Sie spüren sehr genau, was andere brauchen oder erwarten, verlieren dabei aber leicht den Kontakt zu sich selbst. Dieses negativ erlebte Anderssein ist oft kein Wesenszug, sondern ein Ergebnis von Anpassung. Es ist ein Versuch, in einem bestimmten Umfeld zurechtzukommen. Was damals sinnvoll war, fühlt sich später häufig eng an.
Was als normal gilt, ist oft enger definiert, als es dem menschlichen Erleben entspricht. Gefühle, Reaktionen und Bedürfnisse, die außerhalb dieser engen Norm liegen, werden schnell problematisiert oder bewertet. Dabei ist Vielfalt die Regel, nicht die Ausnahme. Unterschiedliche Temperamente, Belastbarkeiten, Wahrnehmungen und Rhythmen gehören zum Menschsein dazu.
In der psychotherapeutischen Begleitung geht es hier häufig darum, den Blick zu weiten. Weg von der Frage, was mit mir nicht stimmt, hin zu der Frage, was ich brauche, um stimmiger leben zu können. Nicht jedes Anderssein muss verändert werden. Manches will verstanden, eingeordnet oder geschützt werden. Und manches braucht schlicht ein anderes Umfeld oder andere Rahmenbedingungen.
Wenn Menschen beginnen, ihr eigenes Erleben nicht mehr sofort zu bewerten, entsteht oft etwas Neues. Kein plötzliches Selbstbewusstsein, sondern ein leiseres, freundlicheres Verhältnis zu sich selbst. Das Gefühl, nicht mehr ständig gegen sich arbeiten zu müssen. Nicht mehr beweisen zu müssen, dass man eigentlich ganz normal ist. Vielleicht ist man es längst.
Besonders anders zu sein heißt nicht, außergewöhnlich oder schwierig zu sein. Es heißt, dass etwas Eigenes da ist, das ernst genommen werden darf. Du musst dich nicht passend machen, um dazugehören zu dürfen. Du darfst herausfinden, wo und wie dein Eigenes Raum hat. Das ist oft weniger spektakulär als man denkt, aber deutlich entlastender.
Praxis
am
Marienplatz
{{ is_error_msg }}
Dauer: {{ service_details.bookingpress_service_duration_val }} {{ service_details.bookingpress_service_duration_label }}
Preis: {{ service_details.bookingpress_service_price }}
{{ is_error_msg }}
{{ is_error_msg }}
{{ is_error_msg }}
Übersicht der Auswahl und Eingabe
{{ coupon_code_msg }}
{{ coupon_code_msg }}
{{ coupon_code_msg }}
{{ coupon_code_msg }}
vor Ort
PayPal
{{ is_error_msg }}
{{ staffmember_details.bookingpress_staffmember_email }}
{{ staffmember_details.bookingpress_staffmember_phone }}