Viele Menschen haben gelernt, sich an einem inneren Maßstab zu orientieren, der kaum erreichbar ist. Nicht unbedingt bewusst, oft eher wie eine leise Stimme im Hintergrund, die sagt: So reicht es noch nicht. Da geht noch mehr, das müsste besser gehen. Perfektion wirkt dabei auf den ersten Blick wie etwas Positives, denn sie verspricht Sicherheit, Anerkennung und Kontrolle. Wer alles richtig macht, macht nichts falsch – zumindest in der Theorie. In der Praxis wird es jedoch schnell eng.
Perfekt heißt wörtlich betrachtet beendet oder abgeschlossen. Es gibt nichts mehr hinzuzufügen. Für Maschinen mag das sinnvoll sein, aber für Menschen stimmt es nie. Menschliches Erleben ist nicht fertig; es verändert sich, widerspricht sich und entwickelt sich weiter. Wer versucht, perfekt zu sein, arbeitet gegen etwas Lebendiges an: gegen Bewegung, gegen Entwicklung und gegen das Eigene.
Oft ist Perfektion kein innerer Wunsch, sondern eine Anpassungsleistung. Ein Versuch, Erwartungen zu erfüllen, Kritik zu vermeiden oder Kontrolle über etwas Unsicheres zu gewinnen. Für manche war das lange ein Schutz und ein Weg, sich Halt zu geben, wo wenig Verlässlichkeit war. Diese Strategie verdient Respekt, aber sie darf hinterfragt werden. Denn was einmal geholfen hat, kann später zur Belastung werden.
Perfektion glättet und lässt wenig Raum für Zwischentöne, für Zweifel oder für Unfertiges. Das Eigene, mit seinen Ecken und Kanten, wird dabei oft leise beiseitegeschoben. Viele spüren irgendwann eine innere Distanz zu sich selbst. Sie funktionieren, sie erfüllen Rollen und sie machen vieles richtig. Und trotzdem fühlt es sich nicht stimmig an; nicht falsch, aber fremd. Das ist oft der Moment, in dem sich die Frage meldet, ob es nicht darum geht, ehrlicher zu werden statt noch besser.
Eigen zu sein bedeutet nicht, alles gut zu finden oder sich nicht mehr zu reflektieren. Es bedeutet, sich selbst als Maßstab wieder ernst zu nehmen und zu spüren, was passt und was nicht. Was trägt und was nur aushaltbar ist. Eigen sein darf widersprüchlich sein, unsicher und unfertig. Es muss niemandem gefallen und nichts beweisen. Genau darin liegt oft eine große Entlastung.
Sich von Perfektion zu lösen ist kein einmaliger Entschluss, sondern ein Prozess. Immer wieder zeigt sich das alte Soll und der Wunsch, es richtig zu machen. Der Unterschied liegt darin, wie man damit umgeht: ob man sich antreibt oder innehält, ob man sich korrigiert oder sich zuhört. Das Eigene wird nicht gefunden, indem man es optimiert; es wird hörbar, wenn man aufhört, es zu übergehen.
Viele erleben an diesem Punkt keinen großen Durchbruch, sondern etwas Stilleres. Mehr Nachsicht mit sich selbst und weniger inneren Druck. Ein Gefühl von Boden, der nicht perfekt sein muss, um zu tragen. Eigen statt perfekt bedeutet nicht, dass alles leicht wird, aber es wird echter. Und oft ist das genau das, was gefehlt hat.
Eigen statt perfekt bedeutet nicht, dass alles leicht wird, aber es wird ehrlicher. Vielleicht ist das kein großer Umbruch, sondern etwas Leiseres. Mehr Nachsicht mit sich selbst. Weniger innerer Druck. Ein Gefühl von Boden, der nicht perfekt sein muss, um zu tragen. Du musst nichts erreichen, um richtig zu sein. Du darfst anfangen, dir selbst zu entsprechen. Und das kann ein guter Anfang sein.
Praxis
am
Marienplatz
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